Ich bin bekanntlich eine Großstadtpflanze und wenn mir vor 10 Jahren jemand gesagt hätte, daß ich mal halbwegs freiwillig in einem kleinen Örtchen am Rande einer Kleinstadt leben würde, dann hätte ich denjenigen für verrückt erklärt.
Nach wie vor finde ich es immer noch schwierig, daß jeder jeden kennt und jeder genau weiß, was sein Nachbar wann tut und wo er hingeht und herkommt.
Trotzdem hat es auch Vorteile:
Gestern zog ich bei leichter Bewölkung mit Kinderwagen und Hund los. Auf halber Strecke wurde es schon bedrohlich dunkel und grollte in der Ferne und etwa 500 Meter vor der Dorfgrenze fielen die ersten dicken Tropfen und das Grollen kam näher.
Plötzlich hielt ein großer Geländewagen neben mir und ein lokaler Landwirt kurbelte die Scheibe hinunter: "Schnell, steigen Sie ein, ich fahr sie heim, bevor das Kind und sie ne Lungenentzündung bekommen!".
Er hatte mich auf dem Weg vom Feld aus gesehen und sich ausgerechnet, daß ich es niemals trocken bis nach Hause schaffe.
Heute statt dem sonst obligatorischen link zu Caro mal ein Hinweis auf den Erfinder dieser Aktion.
P.S.: Wer immer noch nicht weiß, was "12 von 12" eigentlich ist: Am 12. des Monats nimmt man seinen Fotoapparat und macht - über den Tag verteilt - ganz viele Fotos. Abends sucht man sich dann die zwölf Bilder, die einem am besten gefallen, aus und stellt sie in sein Blog. Macht auf jeden Fall Spaß!)