Der kleine Sockhaus besteht seit 8830 Tagen    Letzte Änderung: 24.05.18, 22:38
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Donnerstag, 25. September 2003
Lopi-Wolle filzt!

Nein, nicht daß der Leser jetzt denkt, ich wollte meine heißgeliebte Lopi-Wolle schlecht machen. Um Gottes Willen, niemals!

Aber ich will mich ja schon lange an einer gefilzten Tasche versuchen und bei Stricknadel & Co gibt es die deutsche Übersetzung der Anleitung von Julie. Susanne hat auch schon eine absolut tolle Tasche gemacht, die man hier in ihrem Blog bewundern kann.
Nun habe ich ja den vierten Lopi fertig und nach dem Vernähen der Fäden hatte ich einen ganzen Wust von kurzen Fäden auf dem Tisch liegen, die ich mehr oder weniger unbewußt zu einem Ball gerollt habe und in den Papierkorb werfen wollte. In diesem Augenblick kam mir der Gedanke, doch mal zu probieren, ob ich die Wolle vielleicht filzen kann. Also habe ich mich ins Bad begeben und mit viel heißem Wasser und Kernseife gerollt und gerieben und siehe da, die Wolle ließ sich mit wenig Aufwand zu einem Ball verfilzen. Prima! Also bin ich zum zweiten Versuchsobjekt übergegangen und habe eine Maschenprobe radikal mit Seife und heißem Wasser gerieben, gerollt, gerubbelt und auch dieser Lappen wurde richtig schön filzig.
Jetzt werde ich zum dritten Versuch schreiten und die Tasche aus Lopi-Resten stricken und diese dann eine Runde in der Waschmaschine bei 60°C drehen lassen. Mal sehen, ob es klappt. Ich bin auf jeden Fall gespannt. So kann ich erst einmal ein Testobjekt filzen, daß mich nichts kostet, denn das Garn von Noro steht zwar auf meinem Wunschzettel, ist mir aber im Augenblick noch zu teuer. Zu Weihnachten vielleicht! Aber alleine beim Durchklicken durch die Taschen-Galerie bei Julie bekomme ich schon den Drang, sofort ins nächste Woll-Geschäft zu rennen und die Kureyon zu kaufen. Mein Favorit ist die Farbe 92...

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Da ist er!

Lopi Nr.4 ist fertig!

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Die Angst im Nacken!

Eigentlich habe ich nichts gegen Krabbelgetier... solange es in ausreichender Entfernung bleibt.

Jetzt hatte ich es aber drei Tage mit einer sehr anhänglichen Riesenspinne zu tun und nun habe ich - glaube ich - doch sowas wie eine Spinnen-Phobie oder eher einen Spinnen-Verfolgungswahn entwickelt.

Alles begann am Dienstag, als ich auf dem Bett meine Bügelwäsche sortieren wollte. Zwischen T-Shirts und Unterwäsche krabbelte mir eine fast handteller-große fette Spinne entgegen. Da ich eigentlich keine Tiere töte, sondern brav mit Wasserglas und Bierdeckel fange und an die Frischluft befördere, habe ich mich zwischen Bettzeug und Wäsche auf die Jagd begeben. Leider war das blöde Vieh schneller, verschwand in einer Falte des Oberbetts und ward nicht mehr gesehen. Also habe ich Wäsche und Bettzeug komplett ausgeschüttelt... die Spinne blieb verschwunden. Naja, aus den Augen aus dem Sinn...

Gestern abend dann wollte ich mein Haupt zum Schlafe betten, als mitten auf meinem Kissen besagte Spinne saß... und ich schwöre, sie hat mich angegrinst!!! Ich eilte wieder in die Küche um Wasserglas und Bierdeckel zu holen, aber zu spät, sie war schon wieder verschwunden. Weg! Ich habe dann auf dem Sofa geschlafen, denn mit einer Spinne teile ich ungern mein Bett.

Heute morgen dann der High-Noon! Nach dem Duschen schnappte ich mein Jeans-Hemd, welches ich gestern abend einfach auf einen Stuhl im Schlafzimmer geworfen hatte und zog es an. Als ich dann am Rechner saß, spürte ich plötzlich ein Krabbeln im Nacken, überlegte kurz, ob ich eine Kette trage oder ob vielleicht meine Haare kitzeln, fasste beherzt dorthin um das Kitzeln zu beseitigen und was spürte ich???? DIE SPINNE! Sie saß in meinem Nacken!!! Schreien, Hemd vom Körper reißen und wild um mich schlagen war ein Ding! Ich habe sie erlegt... sie ist tot, sie wird mich nicht mehr belästigen. Aber ich glaube, nun habe ich eine Spinnen-Phobie... jedes Jucken, jedes Haar, daß mich im Nacken kitzelt, jedes Ziepen irgendwo deute ich als Spinne und werde vermutlich heute abend ein nervliches Wrack sein *ggg*. Mistviech!

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Mittwoch, 24. September 2003
So!

Mein Lopi ist auch fertig. Nachdem ja schon nachgefragt wurde, was denn meine Lopis machen, war ich dann gestern abend und heute richtig fleißig und habe endlich die Passe gestrickt und nun ist das gute Stück endlich vollendet...

Zwischenzeitlich hat mich dieser Lopi mal wieder in den Wahnsinn getrieben. Irgendwie mache ich bei jeden zweiten Lopi gravierenden Fehler, sodaß ich ribbeln muß. Scheint irgendwie eine sich wiederholende Folge zu sein...

Dieses mal hatte ich zuerst ein Ärmelproblem. Ich zähle immer die Reihen nach der letzten Zunahme, damit beide Ärmel gleichlang werden. Der erste Ärmel war fertig, Reihenzahl notiert, dann war der zweite Ärmel fertig, exakt gleiche Reihenzahl nach der letzten Zunahme, alles zusammen auf einer Rundstricknadel, noch zwei Reihen Grundfarbe und dann erste Reihe des Musters... das Muster passte nicht! Also habe ich Maschen gezählt mit dem Ergebnis, daß es zwei Maschen zu viel waren. Naja, vielleicht habe ich mich irgendwie beim Body verzählt oder beim Ärmel... also Musterreihe aufribbeln, zweimal zwei Maschen zusammenstricken. Nun passte das Muster! Irgendwie hätte ich da schon stutzig werden sollen, denn die zwei überzähligen Maschen müssen ja irgendwo her kommen!!! Aber ich habe irgendwie nicht nachgedacht, sondern munter mit der nun stimmigen Maschenzahl die Passe gestrickt. Nach der 10 Musterreihe bin ich ins Grübeln gekommen... wo kamen diese zwei Maschen her??? Ich kam zu dem Schluß, daß ich mich bei einem der Ärmel vertan haben mußte und tatsächlich: nach genauem Zählen stellte ich fest, daß ein Ärmel genau sieben Reihen länger war. Ich hatte einfach einmal zu viel zugenommen... ich blöd!!!

Nach diesem frustrierenden Ergebnis habe ich dann die Passe von neuem aufgeribbelt, vom Ärmel sieben Reihen aufgeribbelt, alles wieder auf eine Rundstricknadel, wieder gestrickt, Mustersatz angefangen und nach zwei Reihen Fehler Nummer 2 entdeckt: ich hatte das Muster an der falschen Stelle begonnen und die vordere Mitte der Passe stimmte nicht mit der vorderen Mitte des Bündchenmusters überein, sondern war um zwei Maschen verschoben... der Lopi wirkte schief!

Exakt zu diesem Zeitpunkt habe ich das gute Stück erst einmal frustriert in die Ecke gefeuert. Aber nu isser fertisch! Und er ist wirklich wunderschön geworden. Morgen gibt es auch ein Bild...

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